17.10.2017

Duale Systeme : Länder warnen Lizenznehmer

Die Bundesländer sind besorgt über die jüngsten Ungenauigkeiten bei den Mengenmeldungen im dualen System. Mehrere Länder haben deshalb kürzlich die Kunden der Systembetreiber, die Vollständigkeitserklärungen hinterlegen müssen, angeschrieben und vor unseriösen Praktiken bei der Lizenzierung gewarnt. Zur Zeit stehen bei vielen Unternehmen neue Vertragsverhandlungen für die Lizenzierung von Verkaufsverpackungen für das Jahr 2018 an.

 

In den Briefen der Länder an Firmen, die Vollständigkeitserklärungen hinterlegen müssen, heißt es: „Hierzu weisen wir aus aktuellem Anlass auf unseriöse Praktiken einzelner Marktteilnehmer (duale Systeme) hin. Offenbar melden einzelne duale Systeme nicht immer alle Mengen an Verkaufsverpackungen, die sie als produktverantwortliches Unternehmen bei dualen Systemen direkt bzw. indirekt (über Makler) vertraglich eingebunden haben, korrekt weiter.“

 

Die Behörden weisen die Lizenznehmer darauf hin, „immer auf die ordnungsgemäße Lizenzierung ihrer Verkaufsverpackungen“ zu achten. „Pauschale Abzugsangebote für Transportverpackungen, für so genannte großgewerbliche Verpackungen oder pauschale Mengenabzüge für Bruch oder ähnliches sollten sie kritisch hinterfragen.“ Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Lizenzierung liege bei den Unternehmen.

 

Die Behörden raten den Firmen auch, sich vor eigenmächtigen Umdeklarationen und vor einer missbräuchlichen Weitergabe veränderter Lizenzmengendaten durch duale Systeme zu schützen. So sollten die Lizenznehmer eine schriftliche Erklärung verlangen, dass die lizenzierungspflichtigen Verkaufsverpackungen vollständig lizenziert werden und keine Teilmengen zu Transportverpackungen oder gewerblichen Verpackungen umdeklariert werden. Auch möglich wäre es, eine schriftliche Versicherung zu verlangen, dass die Mengenangaben in der VE-Erklärung unverändert und ohne Abzüge auch für die Mengenmeldung an die Clearingstelle der dualen Systeme verwendet werden.

 

Susa Solutions GmbH meldet die von unseren Kunden gewünschten Mengen stets vollständig und ohne Umdeklarationen über die Reclay Vfw GmbH in das Duale System ein. Die Lizenzierungsbestätigungen, die unsere Kunden nach erfolgter Lizenzierung erhalten, weist exakt die vom Kunden gemeldeten Mengen in kg nach. Wir distanzieren uns ausdrücklich von pauschalen Abzugsangeboten für Transportverpackungen sowie von pauschalen Mengenabzügen für Bruch oder ähnliches.

 

 

29.09.2017

Neues Verpackungsgesetz tritt am 01. Januar 2019 in Kraft

Am 12. Mai hat der Bundesrat dem zuvor vom Bundestag verabschiedeten Gesetzesentwurf für das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) zugestimmt. Das neue VerpackG kann somit zum 01. Januar 2019 in Kraft treten und wird die Verpackungsverordnung ablösen.

25.06.2017

Plastiktüten zukünftig kostenpflichtig

 

EU-Bürger müssen ihren Verbrauch an Plastiktüten künftig einschränken. Das Europäische Parlament stimmte in Straßburg einem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Dieser sieht vor, dass jeder Bürger bis 2019 durchschnittlich weniger als 90 Tüten pro Jahr verbrauchen darf, bis 2025 sollen es weniger als 40 Tüten im Jahr sein.

Zudem dürfen dem Gesetzentwurf zufolge ab 2018 Tragetaschen nicht mehr kostenlos herausgegeben werden.

 

Die Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung, und auch solche an der Frischetheke sind von den neuen Regelungen nicht betroffen. Sehr dünne Plastik-Tragetaschen - die wegen ihrer Form so genannten "Hemdchen-Beutel" - sind nicht das Ziel der Richtlinie. Diese richtet sich gegen Tragetaschen mit einer Wandstärke zwischen 15 - 50 Mikrometer - also gegen die klassische Tragetasche.

 

Ziel der Richtlinie ist es, die Umwelt besser vor Plastikmüll zu schützen. Nach Angaben der Brüsseler Kommission nutzen EU-Bürger derzeit jährlich rund 100 Milliarden Plastiktüten.

Acht Milliarden Tüten davon werden pro Jahr laut EU nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern landen in der Natur – vor allem in Flüssen, Seen und Meeren.

 

Wegen seiner Langlebigkeit – Experten gehen von bis zu 450 Jahren aus – ist Plastik eine Gefahr für die Umwelt. Wegen riesiger Müllteppiche im Meer sterben jährlich Hunderttausende Vögel und Meeressäuger. Winzige Teile könnten über die Nahrungskette auch in den menschlichen Körper gelangen, wie Experten warnen.